Praxis für klassische Homöopathie  Annegret Germer

Erstanamnese:

 

Die homöopathische Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch, der sogenannten Erstanamnese. Diese dauert bei chronischen Beschwerden in der Regel ca. 1,5 bis 2,5 Stunden, bei akuten Beschwerden (z.B. eine akute Verletzung o.ä.) meist kürzer.

 

Um das individuell passende Mittel für Sie zu finden, werden neben Ihren akuten körperlichen Beschwerden auch Fragen zu Ihrer Krankengeschichte und den Krankheiten Ihrer Vorfahren, zu Ihrem Allgemeinbefinden, Essensvorlieben, Schlafverhalten, Ihrer Gemütsverfassung etc. gestellt.

 

Im Anschluss wird das individuell für Sie passende homöopathische Mittel ausgearbeitet. Dies ist recht aufwändig und kann unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Manchmal kann direkt eine Verordnung erfolgen, es kann aber auch mal ein paar Tage dauern, bis alle Informationen ausgewertet sind und Ihr „Similimum“ gefunden ist.

 

Follow-Up:

Um die Mittelwirkung und den Heilungsverlauf zu beurteilen finden regelmäßige "Follow-Ups" statt. Es ist für die Behandlung wichtig, dass der Patient mit seinem Homöopathen regelmäßig in Verbindung steht um über Veränderungen seiner Symptome und seines Befindens zu berichten. Hiernach wird jeweils entschieden wie die weitere Behandlung verläuft.

 

Üblich ist zu Beginn eine kurze telefonische Rückmeldung ca. 3 – 4 Tage nach Mitteleinnahme (gibt es Erstreaktionen und/oder erste Veränderungen der Symptome und des Befindens?) sowie ein persönliches Folgegespräch in der Praxis ca. 3 bis 4 Wochen nach Mitteleinnahme um den Behandlungsverlauf zu überprüfen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

 

Das Folgegespräch dauert – je nach Bedarf – ca. 20 Minuten bis 1 Stunde.


Wie lange dauert eine homöopathische Behandlung:

 

Die Stärke der Homöopathie liegt in der Behandlung von chronischen und wiederkehrenden Erkrankungen. Auch „akut“ erscheinende Beschwerden wie Heuschnupfen, Blasenentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Fusspilz, Bronchitis etc. sind aus homöopathischer Sicht chronischer Natur wenn sie regelmäßig und wiederkehrend auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich in der homöopathischen Praxis daher um chronische Erkrankungen, auch wenn sie „akut“ Beschwerden machen.

 

In der Homöopathie geht es nicht darum, schnellstmöglich Symptome verschwinden zu lassen, sondern eine tiefgreifende und dauerhafte Heilung anzustreben. Ziel ist es daher vielmehr, die Gesamtgesundheit so zu stärken, dass bestimmte Erkrankungen erst gar nicht mehr auftreten.

Dies ist ein Prozess, der grade bei schon lange bestehenden Beschwerden seine Zeit braucht. Als Faustregel gilt: je länger die Beschwerden bereits bestehen, desto mehr Zeit braucht auch die Heilung. In der Regel gehen die zuletzt auftretenden Beschwerden als erstes weg.

 

Bei „echten“ Akuterkrankungen kann hingegen meist von einer schnellen Linderung der Beschwerden ausgegangen werden.